Interview
Zurück 19. Mai 2011Michael Förster (Abwehr - 1. Männermannschaft)
Georg Schröer: Michael, du hast Dich ja Mitte der Hinrunde in die Stammmannschaft gespielt und den Trainer mit konstant guten Leistungen überzeugt. Wie beurteilst du selbst deine Entwicklung im Laufe dieser Spielzeit?
Michael Förster: Ich fühle mich im Moment sehr wohl in der Truppe. Die Stimmung ist zur Zeit sehr gut, selbst wenn wir schwächere Spiele abliefern gewinnen wir diese im Augenblick. Dies lief in der Hinrunde noch nicht ganz so rund. Dort haben wir gerade in Zittau zwei Spiele verschenkt. Die Stabilität die in der Rückrunde eingekehrt ist (10 Siege, 1 Remis und nur 5 Gegentore) wirkt sich auf alle Mannschaftsteile gut aus. David ist ein super Rückhalt geworden, der uns erst am Freitag wieder ein Spiel gerettet hat. Meine persönliche Entwicklung sehe ich als positiv. Viel Training zahlt sich eben irgendwann aus.
Georg Schröer: Hättest du Dir vor der Saison „träumen“ lassen das du als linker Verteidiger einen Stammplatz in der Mannschaft sicher hast? Und wie kam es denn zu der Umfunktionierung vom Mittelfeldspieler zum Außenverteidiger?
Michael Förster: Als mir der Trainer sagte, dass ich auf meiner eigentlichen Wunschposition der Doppel 6 im Moment nur Dritte Wahl sei, musste es eine Alternative geben. Wegen eines personellen Engpasses stellte er mich vor dem Ebersbach-Hinspiel auf die Linksverteidiger Position. Ein Schachzug, der sich aufgrund unseres stetig hohen Ballbesitzes als positiv herausgestellt hat. In der Folgezeit freundete ich mich immer mehr mit dieser Position an, da ich sowohl nach vorn Akzente setzen kann, aber auch für die Defensive ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft bin. Das Vertrauen was mir seitdem auf dieser Position entgegengebracht wird, lässt mich gute Leistungen abrufen. Ich hoffe, dass das schwache Spiel gegen Schönbach dort die Ausnahme bleibt.
Georg Schröer: Am kommenden Wochenende geht es zu deinem alten Verein und ärgsten Verfolger nach Neueibau, dort kannst Du und die Mannschaft mit einem Sieg den Aufstieg perfekt machen. Mit welchen Gefühlen gehst du in diese Partie?
Michael Förster: Das wir gerade im direkten Duell mit dem ärgsten Verfolger aufsteigen können ist natürlich eine super Ausgangslage. Das dieser Verfolger mein Ex-Verein ist, gibt der Sache für mich persönlich eine noch größere Bedeutung. Mein Ziel ist klar, ich will am Samstag um 17.00 Uhr den Aufstieg feiern können. Darauf haben wir das ganze Jahr hingearbeitet und nun wollen wir uns belohnen. Ich stehe noch in regelmäßigen Kontakt mit vielen Neueibauern und telefoniere auch oft mit dem Trainer Tom Offermanns. Ich freue mich für die Mannschaft, dass sie eine so super Rückrunde spielen. Nach zwei Jahren dort in der Bezirksklasse in denen es immer gegen den Abstieg ging, ist es für Neueibau auch wichtig, dass sie wieder Spiele gewinnen. Ich hoffe einfach, dass es wieder so ein tolles Spiel wie im Hinspiel wird, mit dem gleichen Ausgang für uns. Viele Zuschauer würde ich mir wünschen.
Georg Schröer: Du kennst den Sportverein Neueibau ja sehr gut, gib Mal eine Einschätzung des Teams ab und was sind Ihre Stärken und Schwächen?
Michael Förster: Die größte Stärke der Neueibauer ist aus meiner Sicht die Offensive, dort sind sie super besetzt. Viele der Jungs sind durch die Neugersdorfer Nachwuchsarbeit gegangen und verfügen über super Voraussetzungen. Marcus Kurze und Grzegorz Safici sind beide gut drauf im Moment, dass wird ein harter Job für unsere Verteidigung. Der wichtigste Mann im Spiel ist aber zweifellos Sebastian Seifert. Er ist der Führungsspieler der mit seiner super Physis und starkem Kopfballspiel die Mannschaft regelmäßig mitreißt. Ihn müssen wir ebenfalls in den Griff bekommen. Die Kreuzbandverletzung vom Stammtorhüter Patrick Kamke ist für den Defensive Verbund natürlich ein Nachteil. Ich denke unsere Offensive hat dort Vorteile. Eins ist sicher: Ein 0:0 wird es nicht werden.
Georg Schröer: Wie konkret sehen denn deine sportlichen Ziele für die kommende Saison aus? Hast du Dir schon Gedanken gemacht oder steht erst mal das Unterfangen Aufstieg im Vordergrund?
Michael Förster: Primär ist der Aufstieg im Fokus der Mannschaft. Aber auch im Pokal wollen wir weit kommen, am liebsten natürlich im Finale gegen Neueibau in Spree. Nächstes Jahr spiele ich dann Kreisoberliga, dass kann ich zu meiner Zukunft sagen. Wir müssen natürlich sehen wie sich die Mannschaft in der Kreisoberliga aufstellt, aber ich bin mir sicher, dass wir eine gewichtige Rolle mitspielen können. Aufsteigen ist immer schwieriger auch wenn wir wissen, dass der Klassenerhalt im nächsten Jahr kein Selbstläufer wird. Aber ein Schritt nach dem anderen. Samstag erst einmal den Aufstieg sichern, dann können wir mit Vollgas für die kommende Spielzeit planen.





